Zentralportugal

Katrin und ich in Costa Nova
Katrin und ich in Costa Nova

Liebe Freunde ,

nun finde ich endlich Zeit euch auf den aktuellen Stand meiner Reise zu bringen. Ich bin vor 3 Tagen in Porto angekommen. Das Klima ist hier etwas wechselhafter und um die 20Grad. Die letzten Tage hatten wir hier etwas Regen aber auch viel Sonne. Porto liegt direkt am Douro, weiter flussabwaerts wachsen die Portweintrauben auf den Haengen.

Lasst mich in meinen Erinnerungen nach Lissabon kramen..

Als ich Lissabon verliess, folgte die grosse Hitzewelle mit Temperaturen von ueber 40Grad. Ich bin entlang der Kueste nach Cascais, wo ich einen Freund getroffen habe, den ich ein paar Kilometer suedlich kennenlernte. Nuno nahm mich mit seiner Frau und 2 Freunden mit zum Fischessen und ich habe den leckersten Fisch in meinem Leben kosten duerfen. Robalo. Wolfsbarsch. In der Mitte durchgeteilt und mit grobem Salz bestraeut, dann auf offenem Feuer gegrillt. Das war der hammer ! Das Fleisch war kross und dann superzart. Zitrone und ein bisschen Gemuese dazu. Fertig.

So konnten meine Traenen, die ich vergoss als ich Lissabon verliess, getroestet werden. Anschliessend wollte Nuno mir noch die Gegend zeigen und wir sind zu 5. im italienischen Lancia zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas, und nach Sintra gefahren. Sintra liegt westlich von Lissabon, die Luft dort ist frisch und klar und Koenige auf dem 12.-15. Jh. haben hier ihre Residenzen gehabt. Nicht ohne Grund!

Diese huegelige Gegend sollte am naechsten Tag mit dem Rad bezwungen werden, wobei ich nach 30km bergauf erfahren musste, dass der Campingplatz meiner Wahl vor 10 Jahren geschlossen wurde. Auf meiner Karte von Turistenzentrum war er noch eingezeichnet ! Der wiederum naechste Camping lag 30km bergauf nach Norden. 20 Uhr. Es daemmerte bereits. Ich fragte an einem Haus nach einer guenstigen Bleibe und durfte mein Rad so lange bei dieser Frau im Garten unterstellen. Leider war der Ort recht kein und die aufgesuchten guenstigen Unterkuenfte ausgebucht. Alles voll mit Surfern. So kam es, dass nach 2 Std Suche und einem Bier der Verzweiflung, .. mir nur eine Option angeboten wurde. Zimmer mit Swimmingpool in 3 km Entfernung. 70 Euro die Nacht.

Ich ging also zurueck, um mein Rad zu holen und die Portugiesin und ihre Mutter, mit der sie lebt, erkundigten sich nach den Ergebnissen meiner Suche. Nachdem ich dies mit leidendem Blick berichtete, boten sie mir nun ihr Gaestezimmer fuer die Nacht an. Es war eine Puppenstube in rosa. Bestickte Handtuecher. Nachttischlampe. Ich fiel in einen tiefen Schlaf. Am naechsten Morgen gab es noch ein kleines Fruehstueck mit eigenem Honig, ich habe mich mit der 84jaehrigen Oma mit Haenden und Fuessen unterhalten und sie hat mir viel Glueck auf meinem Weg nach Santiago gewuenscht. Ich habe mich herzlich bei den beiden lieben Frauen bedankt und auch der Hund SHAKIRA hat mich freundlich verabschiedet.

Ich bin dann weiter der Kuestenlinie gefolgt, vorbei an weiteren Surfstraenden Ericeira, Peniche und Nazare, noerdlich von Nazare fing dann ein recht gut ausgebauter Radweg an. Es ging teils im dichten Nebel auf eintoenigen Strassen durch Eukalyptus, Kiefern und Heidelandschaft. Auf einem suessen privaten Campingplatz in Coimbrao haben mir die deutschen Inhaber dann empfohlen nicht weiter die Kuestenlinie zu nehmen, sonder weiter landeinwaerts Richtung Coimbra zu fahren. So habe ich also einen Abstecher in der Universitaetsstadt gemacht und bin durch sehr verlassenen Doerfer im Inland geradelt. Es ging dann weiter am Rio Mondego nach Penacova und weiter nach NOrden nach Luso und Oliveira do Beirro. Erst die schoenste Natur mit Agapanthus(siehe Bild), dann Industrie. Nach zwei Naechten inland rief mich das Meer wieder zu sich und der erste Atemzug Meerluft tat richtig gut. Ih bin auf die Landzunge bei Aveiro in den schoenen Ort Costa Nova gefahren. Der Camping lag direkt am Strand und neben mir zeltete jemand mit gleichem Fahrrad sowie aehnlichem Zelt. Das muss ein Mann sein, dachte ich. Eine Frau habe ich noch nicht getroffen, die alleine mit dem Rad unterwegs ist. Zu unserer beiden Ueberraschung, sie dachte auch ich sei bestimmt ein Mann, trafen wir uns und haben uns kraeftig umarmt und abgeklatscht! Wahnsinn, mein Zwilling. Sie ist schon knapp 3000 km von Freiburg gefahren. Fotos gemacht und Eis gegessen. Da sie nach Sueden unterwegs ist haben wir uns ueber die kommenden Strecken ausgetauscht und ab naechsten Tag sind wir beide unserer Wege gefolgt.

Kurz danach folgte dann schon Porto.

Hier war ich die letzten 3 Tage in einem Art Gallery Hostel, habe Portwein gekostet, gut gegessen und viel von der Stadt gesehen. Hier eine DIASHOW:

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4 Kommentare zu „Zentralportugal

  1. Hallo Raissa, super interessant, deine Reisebeschreibung. Toll, was du so alles erlebst und siehst. Weiterhin viel Spaß bei deinem Abenteuer. Pass auf dich auf. Ich drück dich 🙂

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